Kundenrezensionen – Sonnseitig

Anna Aldrian

Sonnseitig Schattseitig
Erzählungen aus dem Steirischen Himmelreich

Styria regional 2014
141 Seiten, ISBN 978-3-7012-0177-8

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Hans Bäck in der Literaturzeitschrift Reibeisen

Acht Erzählungen aus dem Südsteirischen Weinland, dem Steirischen Himmelreich, wie es die Autorin selbst bezeichnet. Zu einem Himmelreich gehört die Musik dazu. Schön, dass sich die Autorin für Schubert, Mendelsohn, Haydn … begeistert und ihre Protagonisten mit Musik dieser Art leben (und sterben) lässt. Ja, sterben. Auch das gehört zum Himmelreich, denn ohne das Sterben, kämen wir ja nie ins Himmelreich. Denn das irdische, gar das Südsteirische das die Autorin da schildert ist stellenweise gar nicht himmlisch! Gestorben wird viel, manches Mal auch mit Nachhilfe, gelogen wird, betrogen, ausgegrenzt, verleumdet, alles sehr irdisch! Nein, Gott sei Dank kein weiterer Dorfkrimi, auch wenn es Ansätze dazu gibt. Aber die Autorin (er-)findet eine Mordwaffe, die es bisher noch nicht gab in der Krimigeschichte.
Burghard Spinnen sagte 2013 in Klagenfurt, er will keine Dorfgeschichten mehr lesen. Gut, wer ist Burghard Spinnen schon, außer (nun auch schon ehemaliger) Vorsitzender der Bachmannpreis-Jury? Aber es hat schon was auf sich, man fürchtet sich ein wenig, hat ja schon einiges in der Art gelesen. Man kennt das Milieu, weiß, der Land-Wirt kommt in die Stadt – dann gar in den Dom zu Graz zu einem Konzert – ist informiert über die Sprachlosigkeit der Menschen „am Land“ die oft auch mit Verschlagenheit gleichgesetzt wird. Man kennt das alles aus unzähligen Erzählungen, Romanen. Und doch, etwas ist in diesen acht Erzählungen ein wenig anders. Es sind die Frauen, die stark sind, stark leben, stark sterben. Nein, keine kämpferisch-feministische Literatur, aber den Frauen wird in den Erzählungen der Platz zugeteilt, den sie im Leben auch einnehmen. Wenn die Julia in einer hellen Nacht aus Angst um ihre Blumen den schnarchenden Mann weckt, und der anstelle eines Liebesaktes Begonien, Pelargonien, Fuchsien und anderes Gewächs in den Keller räumen muss, dann bekommt die ländliche Idylle eine besondere Wendung.
Ja, die Frauen in diesen Erzählungen, die sind schon besondere Figuren! So sind die Land-Frauen noch nicht oft dargestellt worden, obwohl es die Klischeedarstellung auch gibt: die Unterdrückte, Ausgebeutete, Ausgegrenzte, ach ja, das gibt es alles auch. Es gibt auch die unvermeidliche Darstellung, dass alles Fremde auf dem Land noch viel fremder gesehen, erlebt wird. Da könnte man meinen, es wäre an der Zeit, dass die Schriftsteller wenigstens damit aufhören und die Landbevölkerung als ausschließlich rassistisch (um nicht Ärgeres zu verwenden) verunglimpfen. Es gibt sie ja schon, auch im Steirischen Himmelreich, die Menschen, die einem Farbigen unbekümmert, unvoreingenommen gegenübertreten. Wahrscheinlich spielt da das persönliche Erleben der Autorin auch mit.
Immerhin verbrachte Anna Aldrian nach dem Studium viele Jahrzehnte in Lateinamerika, der Rezensent sagte einmal zu ihr „in sämtlichen Lateinamerikanischen Diktaturen und immer dann, wenn dort gerade wieder eine solche ausgebrochen war“. Sie kehrte nun vor einigen Jahren mit ihrer Familie aus Südamerika in die Südsteirische Heimat zurück. Daher kann sie natürlich aus erster Hand beurteilen, wie es den „Fremden“, denen, die Anders sind, in unseren Landen geht. Vielleicht könnte man für einige Stellen das Wort einer fiktiven Enkelin aus der letzten Erzählung der Autorin zurufen: No lessons Granny!
Ein Buch, auch dazu geschaffen, das Steirische Himmelreich erkunden zu wollen. Und das nicht nur wegen des Welschriesling, Sauvignon blanc, Verhackerts und Brettljausn!
Wenn jemand bereit ist, den Untertitel „aus dem steirischen Himmelreich“ nicht allzu wörtlich zu nehmen und willens ist, manches auch von der Rückseite des Spiegels anzusehen, und nicht nur die weinselige, schilchertrunkene Fremdenverkehrslandschaft zu erwarten, für denjenigen ist der vorliegende Band – auch wegen der Musik, die in jeder Zeile mittönt – eine Freude.
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Helmut Schlacher im Magazin Begegnungen

„Sonnseitig – Schattseitig“, Erzählungen aus dem Steirischen Himmelreich fasziniert schon beim ersten Durchschmökern. Die Autorin wechselt vom Ich-Erzähler- zum Beobachterstil, von der Landschaftsromantikerin zur Kriminalschriftstellerin, von der Beichtmutter zur stillen Anklägerin. Sie beherrschst intellektuelle und emotionelle Facetten der Sprache ebenso elegant wie mundartliche Redensart und ist dabei fachkundige Musikbeschreiberin und zugleich Expertin für südsteirische Weinkultur.
Vor allem schlägt in den Geschichten ein Herz für geplagte, einfache Menschen, seien es Stadt- oder Landleute, Künstler oder Lebenskünstler, Einheimische oder „Zuagroaste“ aus Südamerika.
So werden wir auf eine spannende Spurensuche, auf unterhaltsame Entdeckungsreisen eingeladen.

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Franz Josef Rupprecht Martinus

Erzählungen wie im Traum

In Anna Aldrians Erzählungen geht es um Heimat im besten Sinne: Um Heimat als Festbegrenztes in dem eine Magd ihr ganzes Leben verbringt, und die sich plötzlich durch die Begegnung mit Musik himmelwärts öffnet. oder um ferne Heimat, die eine südamerikanische Kellnerin tief im Herzen trägt, während sich um ihr außergewöhnlich tänzerisch begabtes Kind ein verhängnisvolles Drama entwickelt.
auf vertrauten Schauplätzen geschieht in diesem Buch „Sonnseitig.Schattseitig“ Unvertrautes: Im bekannten Szenario eines Weinbauernhofes kämpft eine Frau für eine ungewöhnliche Rebsorte und einen ungewöhnlichen Partner, beide von der Farbe 2noir“, schwarz, und irritiert damit ein ganzes Dorf
Von einem Gastwirt und Fleischhauermeister haben wir alle ein Bild im Kopf. Und sind verblüfft wie bewegt wir von der Geschichte des Kilian sind, der im Dom zufällig in eine Aufführung von Mendelssohns Oratorium „Elias“ gerät und sein eigenes Leben unerträglich konkret gesiegelt sieht. Wissendes Schmunzeln, Freude an der Musik, und der Schönheit der Sprache lösen diese ebenso spannenden wie berührenden Erzählungen aus. Sie sind in ein schön gestaltetes Buch gefasst, das sich auch für Geschenkszwecke bestens eignet.

Matthias Mander, Autor, Literaturpreisträger

Die 141 Seiten des Buches „Sonnseitig. Schattseitig“ der nach weltweitem humanitären Einsatz jetzt im Südsteirischen lebenden Dichterin Anna Aldrian, zählen wohl zu den am meisten gehaltvollen Schriften – nicht nur über diese Region, sondern überhaupt … Acht Erzählungen, 62 Personen, geballte Schicksale, auch vieler Nebenfiguren, mit impressionistischer Verve durchgestaltet in starken Skizzen ihres Lebensringens, Lebensleidens, Lebensmutes. Viele schöne, wahre, treffende, packende, überwältigende und beglückende Sätze: Alle stimmig! Wie es sich für eine musikinspirierte, klanggezogene Tonschriftstellerin, Akkordbezwingerin, Lautmalerin gehört. „Die Musik ist nicht harmlos.“ (S. 106) Hierin hat eine vom verunglückten „lebenslustigen“ Unterhalter zurückgelassene Mutter recht, die ihrer Tochter „jegliches Musizieren streng verboten“ hat.
Der Rezensent bekennt, er ist voreingenommen für das „Steirische Himmelreich“, ist von den Schilderungen fast unglaublich stark berührt, betrachtet er doch das Sulmtal, Sausal, Weinland, diese österreichische Toskana, auch als seine Heimat, die er vor zwei Generationen wienwärts verlassen hat. Anna Aldrians Erzählungen sind prallvoll mit Wirklichkeit, wie sie im Alltag gewöhnlicher Literaturbeflissener nicht vorkommen können. Und vollendet motivisch durchkomponiert, sprachlich erfasst. Was für ein Glücksfall für diese Wirklichkeit, eine derart weltkundige und lebenskundige Wahrnehmerin wie Anna Aldrian gefunden zu haben. Und für uns, solches lesen zu dürfen.
„Die Nachbarinnen holten sie, wenn ein Schwein krank wurde oder eine Kuh nicht kälbern konnte. Im Stall trug sie Gummistiefel, sonst steiflederne hohe Schnürschuhe über strapazierfähigen Strümpfen, sommers und winters. Die Stunde in der Kirche war für sie ein feierliches Ausrasten. Die Augen schwammen ihr im Wasser …, wenn eine Kuh zum Schlachter gebracht wurde.“ (S.8) „Gibt es von derer Musi eine Platte …? Das möchte ich hören, wenn`s mit mir zum End geht.“ (10) – „Der Traktor sog mit einem gierigen, grünen Rachen Gras in sich hinein, das hinten wie ein fest gepresster Riesenkot ausgeworfen wurde. Der zweite Traktor nahm den gepressten Ballen auf ein Gestänge, schlang einen überbreiten, weißlichen Nylonverband herum und begann den zentnerschweren Rundballen einzuwickeln, bis er mumiengleich wieder vom Gestänge gerollt und auf der Wiese abgerollt wurde. (19) – „An jedem Dienstag, dem Schlachttag, hört man ihn mit seinen Arbeitern häuserweit schreien. Anders weiß er sich nicht zu helfen.“ (S. 36; Anm.: Ersetzt 10 Seiten Tiefenpsychologie!) – „Joseph Haydn… Lamentatione … beim Adagio hebt er den Kopf, um die stimmführende erste Oboe… in den Blick zu bekommen… Die Oboenklage setzt ihm mehr zu, als er sich das erlauben will.“ (S. 58) Heftige synkopische Akkordschläge unterbrechen immer wieder die Melodie, nicht aber die Tanzfreude des Kindes, das… sich zur volkstümlich-tänzerischen Antwort der Violinen dreht

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. Da ist es wieder, das kreisende Weltall… (S. 59) – „Sie steht im Keller an der Abfüllmaschine. Das Zischen der Leitungen, das Rauschen der Filtergeräte, das Klacken der Stoppelmaschine, das Klirren von Glas auf Glas beim Stapeln der vollen Flaschen – die geliebte Lärmsymphonie nach der Partitur eines gelungenen Werkes.“ (S. 78) „Dass sie, die Geschiedene, `die Wienerin`, überhaupt kreditwürdig ist, verdankt sie der Habgier des örtlichen Bankchefs, der sich sicher ist, dass dieser Weingarten in ausgezeichneter Lage sehr bald in den Besitz der Bank übergehen wird.“ (S. 84) – „Meine Mutter ist nie eine Robuste gewesen, aber unermüdlich und zäh. …ein gutes Dutzend Hühner und zwei Schweine. Meine Mutter mähte jeden Abend das `Saugras` und trug es korbweise zum Stall, plagte sich beim Füttern und Ausmisten… Daneben schneiderte Mutter für die Bäurinnen Dirndlkleider und Lodenmäntel… meine Kindheit war voll vom allgegenwärtigen Rattern der Singer-Nähmaschine. …Ich bin nicht arm! Arm waren für mich Kinder, die keine Milch hatten und nicht genug Sterz zum Essen.“ (S. 101, 102).
Anheimelnd klingen die in direkter Rede verwendeten Dialektanmutungen wie etwa: Herrenleut, 6; Zuwi-singen, 8; heimgetan (vom Spital) 11; Ihr und Enk (Anrede für Respektpersonen) 25; eine geklescht (Ohrfeige) 35; Watschn, 36; neubachnes Brot, 59; Glasl, 62; Hoffart, 65; Gescheine (Traubenknötchen künftiger Früchte) 71; Dumadum-Dodl, 90; Voda, 91; depperter Murl, wischerln, 94; Madln, 95; Janker, 99; derstessen, 101; Ummageher, Gaude, 104; windische Terz (Moll-Akkord), 107; Tabernakelwalzer (Marienlied) 109; leitschiach und wortfaul, 111. Die hier aktuellen bzw. aktualisierten Wortwendungen dieser steirischen Sprachinsel wirken wie ein Sprachdenkmal, dessen Worte die Autorin als belebende „Neologismen“ ihren erstaunlichen Berichten eingefügt hat, die ansonsten durchaus in spitzem Zeitton verfasst sind: mein roter 2CV. 7; Computer… der örtlichen Raiffeisenbank, 21; Renommee, Show, Ressentiment, 27; Wellnessoase, Kuschelhotel, Thermalbad, Statikerin, Therapiezentrum, 29; Loyalität, 38; Planungsbüro, Eventmanagement, 44; kultiviertes Desinteresse, 56; Vergilbungskrankheit, Peronospora und Oidium, 72; Glyphosat-Totalschaden, 74; Drogenhändler, Islamist, Terrorist, Toleranzdemonstration, 85; bodenständige Bosheit, hinterhältiger Spott, 89; Desaster, 101.
Exitus im Oratorium: Den alten Reichen aus dem Weindorf hat es in den Grazer Dom
zur Mendelssohn-Musik verschlagen. Anna Aldrian erzählt das so: „`Es ist genug`, singt Elias. `Ich begehre nicht mehr zu leben. ` Das ist auf ihn gemünzt. Auf ihn, den schlagfertigen Rabauken, den herumbrüllenden Chef, den lustigen Sänger, ihn, den Kirchenwirt und Fleischhauer, dessen Wort Gewicht hat im Dorf. Das schwermütig-schleppend `Es ist genug` ist ihm wie ein Spiegel. Er sieht einen alten Mann, der voll Trauer zugibt: `Meine Tage sind vergeblich gewesen. ` Nein, aufhängen wird sich Kilian nicht. Sein hitziges Temperament wird ihn davor bewahren. `Ich habe geeifert um den Herrn`, braust der Prophet auf. Er, der Kilian, hat geeifert und geschuftet – für das Geschäft. Kein Urlaub, kein Sich-zur-Ruhe-Setzen. Wofür? `Es ist genug. `“
Wie gesagt: 141 unerhörte Seiten! Anna Aldrian, haarscharf sehende und feinfühlige Poetin, zugleich starke, ja harte Beurteilerin und Benennerin des ihr und uns Gegebenen, Aufgetragenen, Zugemuteten hat somit in diesem und zugleich einem zweiten Buch je acht Erzählungen von der Kraft und Aussage gewichtiger Romane vorgelegt. Charakter und Qualität ihrer Prosa sind unverwechselbar. Die moderne Betriebslehre spricht vom `Alleinstellungsmerkmal`. Der bereits einsetzende große Publikumserfolg erlaubt – nach der Verleihung des Dombrowsky-Literaturpreises in Graz am 14.11.2014 – die Vorhersage weiterer größter Anerkennung.